Diese 13 verlassenen Orte auf der ganzen Welt faszinieren dich und jagen dir gleichzeitig Angst ein!

Verlassene Orte können so faszinierend sein. Häufig sind sie eine wahre Inspirationsquelle und ein Ort der Stille und Seelenruhe. Orte die den Nährboden für Fantasie und Kreativität bieten und Menschen dazu bringen Fragen zu stellen. Diese Orte erwecken aber nicht nur unserer Neugier, sondern sie rufen auch unseren Entdeckergeist wieder ins Leben.

In einer digitalisierten Zeit, in der man nahezu auf jede Frage schnellstmöglich eine Antwort finden kann, sind verlassene Orte aufgrund ihrer Geschichten besonders reizvoll. Denn häufig haben wir Menschen aufgehört zu Fragen und uns selbst einen Eindruck zu schaffen. Lassen Sie uns gemeinsam in einer Welt eintauchen, in der man nicht gleich eine einfache Antwort erhält. Wir haben für Sie verlassene Orte zusammengestellt, die faszinieren und Angst einjagen zugleich.

1. Geisterstadt Bodie, Kalifornien

Die Geschichte dieser verlassenen Stadt beginnt in der Blütezeit des Goldrausches in Amerika. Die Goldgräber, die auf der Suche nach dem ganz großen Geschäft waren, wurden im Jahr 1859 in der Höhe von 2.554 Metern fündig. Sie gründeten eine Goldgräbersiedlung und Westernstadt, der sie den Namen Bodie gaben. Sie liegt in Kalifornien, östlich der Sierra Nevada an der Grenze zu Nevada.

Die ersten Jahre waren überaus erfolgreich. Bereits 1880 hatte die Stadt 10.000 Einwohner. So gab es zu dieser Zeit in etwa 65 Saloons, 7 Brauereien, verschiedene Kirchen, Zeitungsverlage, eine Eisenbahn und sogar ein Chinesenviertel. Doch der Goldabbau ging schnell zurück und die Minen waren nicht mehr rentabel. 1917 wurde die Eisenbahnlinie demontiert, ein Brand im Jahr 1932 besiegelte das Ende der jetzigen Geisterstadt.

2. Der Tempel von Santiago in Mexiko

Dieser verlassene Ort stammt aus dem 16. Jahrhundert. Zu einer Zeit, in der die Religion und die Kirche eine sehr große Rolle spielten, erbaute der dominikanische Mönch Bartolomé de las Casas den sogenannten Quechula Tempel im mexikanischen Santiago. Die römisch-katholische Kirche sollte eigentlich dem Zweck einer großen Bevölkerung dienen, wurde diesem Anspruch aber nie gerecht.

Während einer großen Pockenepidemie zwischen 1773 und 1776 wurde die Kirche verlassen und seither nie mehr für kirchliche Zwecke genutzt. Im Jahr 1966 wurde sie schließlich durch den Bau des NezahualcoyotlReservoirs in diesem versenkt. In den letzten Jahren hingegen tauchen immer mehr Teile der Kirche durch Dürren wieder auf. So erstmals im Jahr 2002. 2015 tauchte der Tempel so weit auf, das Bootfahrten zu diesem angeboten wurden.

3. Kolmannskuppe in Namibia

Bild: MicheleB / Shutterstock.com

Im Jahr 1908 fand ein Bahnarbeiter im damaligen Deutsch-Südwestafrika in der Nähe eines Bahnhofs einen Diamanten, der einen regelrechten Boom auslöste. In einer absolut lebensfeindlichen Gegend ohne Wasser, Regen, Erde und Infrastruktur entstand die Stadt Kolmannskuppe mit Reichtum und Luxus nach deutschem Vorbild. Für die rund 400 Arbeiter wurden ein Krankenhaus, ein kleiner Supermarkt, eine Turnhalle und eine Schule erbaut.

Die nötigen Dinge dafür sowie das tägliche Trinkwasser wurden aus dem 1000km entfernten Kapstadt bezogen. So schnell der Luxus jedoch gekommen war, war er auch wieder vorbei. 1930 wurde der Diamantenabbau eingestellt, die letzte Person verließ die Stadt in den 60er Jahren. Im Laufe der Jahre holte sich die Wüste seither zurück, was ihr zuvor genommen wurde. Es entstand die Geisterstadt Kolmannskuppe.

4. Wrack SS Ayrfield – Homebush Bay in Australien

Bild: Duncan Struthers / Shutterstock.com

Dieser verlassene Ort ist das beste Beispiel dafür, dass sich die Natur zurückholt, was ihr genommen wurde. Im Jahr 1911 wurde mit der über tausend Tonnen schweren SS Ayrfield ein Versorgungsschiff für amerikanische Truppen im Pazifik fertiggestellt. Während des Zweiten Weltkriegs diente das Schiff als Transportschiff, im Anschluss daran als Öltanker oder Kurierschiff.

Bis zu ihrem Abwracken im Jahr 1972 verschmutzte das Schiff die Gewässer der Welt. Ihre letzte Stätte fand die SS Ayrfield in der Homebush Bay, einer der dreckigsten Buchten Australiens in Sydney. Trotzdem entwickelte sich auf dem Wrack des Schiffes ein Mangrovenwald, der sich den Industrieabfällen widersetzen konnte. Die unvorstellbare Kraft der Natur hat sich das Schiff zurückgeholt.

5. Tal der Mühlen in Sorrento

Vor über 35.000 Jahren entstand in der heutigen Stadt Sorrento im italienischen Neapel eine Schlucht, die mittlerweile besser als Vallone die Mulini bekannt ist. Dies bedeutet übersetzt Tal der Mühlen und geht auf die Geschichte der Schlucht zurück. Zwei durch die Schlucht laufenden Flüsse führten dazu, dass bereits im 10. Jahrhundert Menschen begannen, Mühlen im Tal zu betreiben.

Steingebäude wurden bis ins 19. Jahrhundert als Getreide- und Sägemühlen genutzt, auch ein öffentliches Waschhaus befand sich im Tal. Aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit mussten die Müller das Tal jedoch verlassen. Das Klima führte dazu, dass die bis heute verlassenen Steinhäuser mit saftigem Grün bewachsen sind. Dies erzeugt den Eindruck, als wenn die Natur die Gebäude des Tals verschlingen würde.

6. Whitchurch Krankenhaus in Cardiff

Umgerechnete Baukosten von etwa 37 Millionen Dollar, eine eigene Tanzhalle und eine Kirche mit 800 Plätzen. Das könnte eine Beschreibung für ein unfassbares Herrenhaus im 20. Jahrhundert sein. Tatsächlich jedoch beschreibt es das Whitchurch Hospital, eine psychiatrische Klinik in Cardiff, die 1908 eröffnet wurde. Über 100 Jahre beherbergte die Klinik Patienten mit mentalen Krankheiten über ihr ganzes Leben.

Das riesige Gelände hatte sogar einen Wasserturm und eine eigene Farm, auf der die Patienten arbeiten konnten. Im Jahr 2010 entschied die Gesundheitsämter, alle Psychiatriedienste zu zentralisieren. Deshalb musste das Whitchurch Hospital 2016 schließen. Seitdem steht das riesige Gelände leer, die meiste Einrichtung ist jedoch noch vorhanden. Vor allem aber beherbergt das Gelände unzählige Geschichten psychischer kranker Menschen.

7. Hotel del Salto in Kolumbien

Einst wurde das Hotel del Salto als berühmtestes Hotel in Kolumbien gehandelt. Das Besondere daran war seine Lage, direkt gegenüber der 151 Meter hohen Tequendema-Wasserfälle. Über 60 Jahre war das Hotel eine Luxus-Herberge für die Reichsten des Landes. In den 1990er Jahren hingegen musste das Hotel jedoch von einem auf den anderen Tag schließen.

In den Jahren zuvor hatten sich eine Vielzahl an Menschen in der Nähe des Gebäudes das Leben genommen, Geistergeschichten waren an der Tagesordnung. Nicht umsonst war in den über 20 Jahren, in denen es verlassen stand, von einem Horror-Hotel die Rede. Der Grund für die Schließung war jedoch wahrscheinlich der Gestank des Wasserfalls, der aus dem Rio Bogotá mit dem verseuchtesten Wasser der Welt gespeist wird. Seit 2017 wurde das frühere Hotel in ein Museum umgebaut.

8. Geisterdorf Kayaköy in der Türkei

Bild: Grinchenkova Anzhela / Shutterstock.com

Das Wort gespenstisch beschreibt die Stimmung der Stadt Kayaköy in der Türkei wohl am besten. Hunderte Häuserruinen liegen hier an der lykischen Küste in der Nähe von Antalya. Früher hieß die Stadt Levissi und war bis 1922 von anatolischen Griechen besiedelt. Im 18. Jahrhundert lebten bis zu 20.000 Einwohner in diesem Gebiet. Levissi war ein malerischer, belebter Ort auf bewaldeten Hängen.

Im Jahr 1923 wurde die Republik der Türkei gegründet. Im Rahmen des damals vereinbarten Bevölkerungsaustausches wurden die Griechen aus der Türkei vertrieben. Von einem auf den anderen Tag mussten tausende Menschen die Stadt verlassen. Seither gilt Kayaköy als Geisterdorf und bewahrt die Geschichte von tausenden vertriebenen Menschen.

9. Tiki Palast in Tennessee

Über den Bergen von Chattanooga in Tennessee ließ der Tanzclub-Tycoon Billy Hall 1972 einen Club eröffnen, der als schönstes Gebäude in der Gegend galt. Das 5600 Quadratmeter große Anwesen war Schauplatz vieler überschwänglicher Partys. Zahlreiche Schlafzimmer waren über Schwimmtunnel mit einem großen Hauptpool verbunden. Dieser war in gewisser Weise dem Playboy-Hasen nachgeahmt.

Das Tiki Palace war jedoch von zahlreichen Schauergeschichten berührt. Angeblich hat Billy Hall bereits 1973 einen Geliebten seiner Frau beseitigen lassen, als dieser den Club verließ. Dafür wurde er mit 20 Jahren Gefängnis bestraft. Weitere Vorfälle wie Steuerhinterziehung wurden ebenfalls berichtet. Deshalb stand das Tiki Palace den Berichten zufolge seit 1973 leer.

10. Kuppelhäuser in Florida

Bild: Fine Art Photos / Shutterstock.com

Für einige Touristen in Florida gehört eine Bootstour durch die Ten Thousands Islands zum Programm. Verlässt man dort die mit Luxusvillen besiedelte Marco Island in Richtung Süden, so sind die folgenden Inseln menschenleer. Doch kurz vor dem sogenannten Cape Romano bietet sich ein gruseliger Anblick. Mitten im Meer stehen hier weiße Kuppeln, die an Ufos erinnern.

Der Zustand dieser Kuppeln ist desaströs und spiegelt damit die Geschichte dahinter wider. 1982 stellte ein reicher Ölproduzent mit den Kuppelhäusern sein Ferienhaus für Selbstversorgung am Strand fertig. 1992 sorgte ein Hurrikan dafür, dass die Häuser jedoch vom Meer umspült wurden. Alle Versuche der Restauration scheiterten und eine große Menge an Geld ging dabei verloren.

11. Verlassenes Dorf Houtouwan

Bild: Joe Nafis / Shutterstock.com

Auf einer chinesischen Insel holt sich die Natur ein Dorf zurück, welches seit einigen Jahren verlassen ist. Gouqi ist eine der Shengsi-Inseln und liegt südlich der Jangtze-Mündung. Früher lebten in dem Dorf Houtouwan, das sich auf der Insel befindet, bis zu 2000 Menschen. Diese waren hauptsächlich Fischer und deren Familien. In den 1990er Jahren verließen diese jedoch das Dorf.

Auf der Suche nach besseren Jobs ließen die Fischer ihre Häuser zurück. Seitdem hat die Natur sich auf den Weg gemacht, die Häuser mit wildem Grün zu überwuchern. Mittlerweile sind die Häuser häufig nicht mehr von der Natur zu unterscheiden. Nicht umsonst wird das Dorf häufig als Märchenort bezeichnet.

12. Ross Island, Indien

Ross Island ist eine Insel der Andamanengruppe im Golf von Bengalen. Eigentlich zählen siede aufgrund ihrer Strände, der Unterwasserwelt und den unberührten Wäldern zu den idyllischsten Inseln der Welt. Doch Ross Island besitzt eine dunkle Vergangenheit. Die Insel wurde 1857 von den Briten als Strafkolonie für indische Häftlinge verwendet. Im Anschluss daran wurde die Insel zum exklusiven Heim für hochrangige Offiziere.

Von 1942 bis 1945 war die Insel unter japanischer Herrschaft, wurde jedoch 1945 von den Briten zurückerobert. Kurze Zeit später verließen auch die Briten die Insel, sodass sie seitdem verlassen ist. Die Natur aus dichten Wäldern nimmt seitdem wieder Überhand über die alten Bauten der Briten und Japaner. Welche Überraschungen in den alten Ruinen wohl noch auf eine Entdeckung warten?

13. Six Flags Park in New Orleans

Bild: Romy Oomen / Shutterstock.com

Im Jahr 2000 eröffnete in New Orleans unter dem Namen Jazzland ein Freizeitpark, der über 135 Millionen Dollar gekostet hatte. Doch dieser stand von Beginn an unter keinem guten Stern. Zwei Jahre später musste der Park das erste Mal schließen, weil anstatt der kalkulierten eine Million Menschen nur 600.000 den Park besuchten.

So erwarb Six Flags den Park und eröffnete ihn im Jahr 2003 unter dem neuen Namen neu. Überflutungen in Folge des Hurrikans Katrina im Jahr 2005 führten zu so starken Schäden, dass der Park seitdem nicht wiedereröffnet werden konnte. Durch diese Schäden und vereinzelten Vandalismus-Aktionen bietet der Park mittlerweile eine Szenerie wie aus einem Horrorfilm.